Carlo Destra - Berufsorientierung

In der Begegnung mit Carlo Destra aus dem Theaterstück Traumjobs von John von Düffel findet Berufsberatung in neapolitanischem Ambiente statt.
Die Aufführung ist ganz unkompliziert für das Klassenzimmer und Seminarräume konzipiert.

tt-Theaterproduktion und TheaterKunst Köln laden Sie herzlich zur Premiere "Traumjobs" von John von Düffel ein.

Es spielt: Tomasso Tessitori
Regie: Andreas Schmid

Die nächstem Aufführungen:

26.2. 15:00 Uhr: Kaas und Kappes- Niederländisch-Deutsches Theaterfestival
Reibekuchentheater Duisburg
Weitere Termine unter 01577 418 08 48


Andreas Schmid war von 2002 bis 2008 Mitglied im Ensemble des Agora Theater St Vith in Belgien. Dort spielte er unter der künstlerischen Leitung von Marcel Cremer in mehreren Inszenierungen. Die Produktion "Die Kreuzritter" wurde u.a. von der belgischen Kulturministerin ausgezeichnet und gastierte 2006 als belgischer Beitrag beim Theaterfestival in Avignon.
2008 wurde Andreas Schmid mit seiner Inzenierung "Das Lied vom Sag Sager" von D. Danis für den Kölner Theaterpreis nominiert. Mit dem Theaterkollektiv LichtgestalteN produzierte er u.a. "Wir werden siegen" von Peter Licht an der Studiobühne Köln.

Tomasso Tessitori ist Gründungsmitglied von c.t.201 Freies Theater Köln. 2006 erhielt er als Ensemblemitglied mit der Inszenierung "Der Kissenmann" (ARTheater) zum 3. Mal nach 1995 (c.t.201) und 1998 (THEATER TIEFBLAU) den Kölner Theaterpreis. Die Produktion "Ein Schaf fürs Leben" (Theater Marabu) wurde 2009 ausgezeichnet mit dem NRW Kinder- und Jugendtheaterpreis und war nominiert für den Theaterfaust 2009.


Traumjobs - Theaterstück von John von Düffel
Traumjobs - Theaterpädagogisches Konzept


Traumjobs - Theaterstück von John von Düffel
mit Tomasso Tessitori
Inszenierung: Andreas Schmid
Theaterpädagogik: Günay Köse, Andreas Schmid
Aufführungsrechte: Rowohlt-Theaterverlag
Ein Theaterstück ab 15 Jahren.

Zum Stück: Theater im Klassenzimmer
Berufsberatung im Klassenzimmer - ein weiterer Pflichttermin, in den niemand große Erwartungen setzt. Aber der Mann mit dem akzentfreien Deutsch fängt gar nicht erst an, den Schülern mögliche Karrieren als Elektrotechniker oder Kosmetikerin schmackhaft zu machen. Stattdessen fallen schon bald Sätze wie: "Die Camorra tut was für ihre Leute. Bei uns fällt keiner durchs Netz." Arbeitslosigkeit, Armut und das Gefühl, von der Politik im Stich gelassen zu werden, haben das organisierte Verbrechen in Neapel groß gemacht. In einigen Gebieten und Köpfen Deutschlands ist die Ausgangslage ähnlich günstig. Nüchtern und anschaulich berichtet der Berufsberater von seinem eigenen Werdegang. Von seinem Vater, der dem System seiner Heimatstadt entkommen wollte und doch nicht einmal seinen Sohn davor bewahren konnte. Von Erfolg, Geld, Anerkennung. Und dann: die unbeabsichtigte Mitschuld am Tod eines Menschen... Geschrieben ohne jeden Anflug moralischer Überlegenheit, ist Traumjobs ein Stück über vermeintlich leichte Wege und die Verantwortung, die letztlich jeder für sich selber trägt.

Zur Inszenierung:
Ein Container symbolisiert im Stück sehr eindrücklich den globalisierten Kreislauf der Waren, zu denen auch Menschen oder Ideen gehören.
Container sind provisorische Räume. Man begegnet ihnen auf Baustellen und in jeder zweiten Schule als Unterrichtsraum für eine "Übergangszeit".
In einem Unterrichtscontainer oder dem Klassenzimmer treffen die Schüler auf den Berufsberater Carlos Destra. Er nimmt sie mit auf die Reise und erzählt von seiner deutsch-italienischen "Karriere"

Was ist Dein Traumjob? Hartzen, Kriminalität, Ausbildung oder Studium?
Es geht in unserer Inszenierung um den Entscheidungsspielraum, den jeder im Übergang von Schule zu Beruf hat. Die Zuschauer sitzen in zwei Blöcken einander gegenüber. Der Schauspieler kann sehr nah und personenbezogen interagieren.
Ein Projekt von tt-theaterproduktion und TheaterKunst Köln, gefördert durch das Kulturamt Köln
Kooperationspartner:
Xenos-Projekt "Born to be me - Für Vielfalt und Demokratie"
Fachhochschule Düsseldorf


Traumjobs - Theaterpädagogisches Konzept
Die Biographie des Deutsch-Italieners Carlo Destra bietet besonders Schülern/Innen mit Migrationshintergrund Identifikationsmöglichkeiten.
Im Stück bietet der Capo, als nächst höhere Instanz im streng hierarchisch gegliederten System der Camorra, Carlo Destra einen perfekt passenden Designeranzug an. Er soll hineinschlüpfen in die für ihn geschaffene Position: Designeranzug und Pistole sind verführerische "Kommunikationsmittel" auf dem scheinbar mühelosen und schnellen Weg "nach oben".
Dieses Beispiel führt uns im Workshop zu den geltenden Codes und Konventionen am Arbeitsplatz (Schule, Werkstatt, Büro). Soziale, aber auch interkulturelle Unterschiede im zwischenmenschlichen Umgang und Verhalten sind Haupthindernisse bei der Berufs- und Ausbildungsvermittlung von Jugendlichen.
In unserer Inszenierung und dem anschließenden Workshop geht es um die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und um die Kompromissbereitschaft, die den Jugendlichen beim Eintreten in die Gesellschaft der Erwachsenen abverlangt wird.
Wie groß ist der Spielraum zwischen Traum- und Wunschberuf?
"Was will ich und was kann ich" - Workshop zur Berufsorientierung